Jederzeit frisches Wasser durch Umkehrosmose – So funktioniert’s

Wasser aus einer Umkehrosmoseanlage schmeckt erfrischend und rein. Ohne viel Aufwand erhält man mit so einer Anlage bestes Wasser aus dem Wasserhahn, ohne sich Sorgen um die Wasserqualität der Umgebung machen zu müssen. Die sogenannte Umkehrosmose gilt als eine der effektivsten Methoden, um Wasser zu filtern. Für jedes Bedürfnis gibt es das richtige System, so auch für Trinkwasser zu Hause. Doch wie genau funktionieren diese Systeme? Wie wird das Wasser dort aufbereitet und lohnt sich eine solche Anlage überhaupt in Deutschland?

Die grundlegenden Funktionen

Eine Umkehrosmoseanlage umfasst in der Regel vier verschiedene Bereiche: einen Sedimentfilter, einen Vorkohleblock, eine Umkehrosmosemembran und einen Nachkohlefilter. Der Sedimentfilter sortiert grobe Verschmutzungen aus, damit die nachfolgenden kleinmaschigen Filter nicht verstopft werden. Schmutz, Rostpartikel und Sand bleiben hier zurück. Im Vorkohleblock befindet sich Aktivkohle. Dieser Filter filtert alles, was größer ist als ein Mehlkorn, heraus. Zudem zieht er positiv geladene Ionen an, wie sie in Verbindungen wie Chlor vorkommen.

So bleiben diese Schadstoffe schon hier zurück. Im nächsten Schritt läuft das Wasser durch die sogenannte Umkehrosmosemembran. Diese Membran entfernt alle Moleküle, die schwerer als Wasser sind. Dazu gehört zum Beispiel Natrium, Blei, Arsen oder Fluorid. Zum Schluss wird das Wasser durch den Nachkohlefilter noch weiter aufbereitet, um jede eventuell übrig gebliebene Verschmutzung zu entfernen. Das Ergebnis ist reines, wohlschmeckendes Leitungswasser.

Welche Schadstoffe entfernt ein solches System?

Ein Umkehrosmosesystem entfernt bis zu 98 % aller Schadstoffe aus dem Wasser. Dazu gehören unter anderem Chlor, flüchtige organische Verbindungen und andere Verunreinigungen, die dem Wasser einen unangenehmen Geschmack verleihen. Dazu kommt die Reinigung von Stoffen, die unseren Körper krank machen können, besonders Fluorid, Blei, Aluminium, Chrom, Kupfer, Mangan und Arsen. Auch der Natriumgehalt im Trinkwasser wird reduziert, der in einigen Gebieten viel zu hoch ist. Dies sind nur einige der Schadstoffe, die eine solche Anlage filtern kann.

Und ein Umkehrosmosesystem kann noch mehr, zum Beispiel Herbizide, Fungizide und Pestizide aus dem Wasser filtern. Diese haben viele negative Wirkungen auf den Körper, können aber oft durch naheliegende Felder ins Grundwasser gelangen und so auch ins Leitungswasser. Auch Antibiotika, die durch Tierhaltung ins Grundwasser gelangen können, werden durch das Filtersystem aussortiert.

Ist ein Umkehrosmosesystem in Deutschland überhaupt notwendig?

Wasser aus der Leitung unterliegt der Trinkwasserverordnung und sollte (eigentlich) nicht schädlich sein. Doch trotzdem kann Leitungswasser verunreinigt sein. Zum einen gibt es Stoffe, die zwar gesundheitlich gefährlich sind, aber in der in dieser Verordnung keine Grenzwerte festgelegt wurden. Dazu gehört zum Beispiel Bisphenol A, ein Stoff mit hormonähnlicher Wirkung auf den Körper. Zum anderen kann das Wasser im hauseigenen Wassersystem verunreinigt werden, zum Beispiel durch alte Rohre voller Rost oder Blei. Zudem ist ein solches System einfach zu installieren, wartungsarm und erspart es einem, ständig neues Wasser in Plastikflaschen kaufen zu müssen.

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